2018 Auf den Spuren von ...

Auf den Spuren der Hl. Elisabeth, Johann Sebastian Bach und Martin Luther

 

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Die 13. Fahrt der katholischen Pfarrei St. Quirinus ging in die neuen Bundesländer. Im 21. Jahr der Reisetätigkeit sollte es auf den Spuren von Johann Sebastian Bach, der Heiligen Elisabeth und von Martin Luther gehen. In den frühen Morgenstunden des 4. Juni 2018 fuhren 30 Teilnehmer in Richtung Eisenach. Die Wartburg bot direkt die Begegnung mit zwei wichtigen Personen unserer Reise. Hier hatte die Heilige Elisabeth von Thüringen viele Jahre gelebt. Martin Luther lebte auf der gut erhaltenen Burg vom 4. Mai 1521 bis zum 1. März 1522 als Junker Jörg, um somit dem Tod zu entgehen. Er war geächtet und für vogelfrei erklärt worden; jeder hätte ihn töten können, ohne dafür belangt zu werden. Hier in der Abgeschiedenheit übersetzte er das Neue Testament vom griechischen in die damals übliche deutsche Sprache. Dadurch konnte jeder, der lesen konnte die Heilige Schrift erfahren. Gleichzeitig wurde er damit zum Urvater der deutschen Sprache.
Aber Eisenach hat noch mehr zu bieten. Hier wurde am 21. März 1685 der große Komponist Johann Sebastian Bach geboren. In seinem Geburtshaus ist ein Museum eingerichtet. In jeder Stunde gibt es ein kleines Konzert auf fünf barocken Tasteninstrumenten.
Leider hieß es schnell weiter, denn die Heilige Elisabeth erwartete uns in Erfurt. Unter dem Motto „Nonnen, Hexen, Heilige Frauen“ zeigte sie uns eine schöne, sympathische Stadt. Auch der Dom beeindruckte die Teilnehmer. Hier wären wir alle noch gerne länger geblieben. Aber leider hieß es weiter auf unserer Fahrt.
Etwas erschöpft von dem großen Programm kamen wir dann in Dresden am frühen Abend an. Wir hatten ein Hotel direkt in der Innenstadt in der Fußgängerzone. Dadurch vertrat so manch einer nach dem Abendessen noch seine Beine.

Der nächste Tag stand ganz im Zeichen von Dresden. Die Stadt die im 2. Weltkrieg stark in Mitleidenschaft gezogen wurde, erstrahlt in neuem Glanz. Barock in Vollendung konnten wir bewundern. Ein sehr kompetenter Reiseführer zeigte uns die wichtigsten Gebäude von Dresden. Neumarkt mit Frauenkirche, Semperoper, Zwinger, Residenzschloss, Brühlsche Terrasse, Fürstenzug, Stallhof, Katholische Hofkirche, Taschenbergpalais, Augustusbrücke sind nur einige der Punkte, die wir gezeigt bekommen.

Nach der Besichtigung konnte jeder auf eigene Faust Dresden erkunden. Abends hatte insgesamt 7 Teilnehmer Karten für die Semper Oper ergattert und konnten Musik vom Feinsten erleben.

Am nächsten Morgen ging es dann zum eigentlichen Ziel unserer Fahrt: Zur Lutherstadt Wittenberg. Vorher wurde aber noch ein Halt in Halle gemacht. In dieser Stadt hatte eine andere große Persönlichkeit 18 Jahre lang gelebt: Georg Friedrich Händel. Sein Denkmal dominiert den Marktplatz. Aber auch Luther lebte hier. Hier wurde der Streit über den Ablasshandel zwischen Kardinal Albrecht – Erzbischof von Magdeburg und Mainz, Administrator des Bistums Halberstadt und Kurfürst des Heiligen Römischen Reichs und Luther ausgefochten. Durch den fortdauernden Streit zwischen Martin Luther und Kardinal Albrecht kann Halle als Wiege der Reformation bezeichnet werden.
In der Marktkirche konnten wir die Totenmaske und Abdrücke seiner Hände sehen.
Abends trafen wir dann in Wittenberg ein und bezogen ein Hotel am Rande der Stadt. Es ist eine einstige napoleonische Festung, die zum Hotel umgebaut ist. Im Innenhof sollten wir manch gemütliche Stunden am Abend verbringen.

Am nächsten Tag ging es nach Leipzig. Hier hatten wir am Vormittag einen Stadtrundgang und am Nachmittag mit der gleichen Stadtführerin eine Rundfahrt, um die komplette Stadt zu sehen. Von Leipzig ging die friedliche Revolution im Jahre 1989 los. Im Mittelpunkt stand damals die Nikolaikirche. Auch die zweite wichtige Kirche, die Thomaskirche, konnten wir besuchen. Hier liegt der große Johann Sebastian Bach begraben.
Ebenso durfte der Specks Hof, ein großes Geschäftshaus mit seiner ältesten erhaltenen Ladenpassage nicht fehlen. Mit auf dem Programm stand die Mädler Passage mit dem berühmten Auerbach-Keller, in dem Goethe die Idee zu Faust bekam und ihn mit Leipzig verewigt hat. Leipzig ist eine alte Messe-Stadt, die auch außerhalb der Messezeit mit einladenden Geschäften zum Einkaufen einlädt.
Wir sahen das Völkerschlacht-Denkmal, das Gewandt-Haus, Augustusplatz, die alte Messe und das Bundesverwaltungsgericht.

Am Freitag, den 8. Juni 2018 kamen wir langsam zum Höhepunkt unserer Fahrt. Es war uns gelungen, eine Führung in Wittenberg durch den Luther-Darsteller schlecht hin zu bekommen. Bernhard Naumann, der bereits mehrfach den Luther bei verschiedenen Anlässen darstellte, führte uns im Kostüm durch Wittenberg an alle wichtigen Stellen, wo Luther wirkte und erklärte uns alles in Luthers Sprache. Wir gingen auch in die Stadtkirche, wo er dann aber als Kirchmeister vor die überraschte Gruppe trat. Auch hier konnten wir eine sehr gute Führung durch die wichtige Kirche erfahren.
Der Tag wurde abgerundet mit einer Messe in der katholischen Kirche "Unbefleckte Empfängnis" Wittenberg mit Pfarrer Markus Lorek. Die Gruppe konnte die Fürbitten gestalten und gedachte besonders der aus unseren Gruppen in den letzten 21 Jahren verstorbenen.

Dann kam der absolute Höhepunkt am Samstag, denn jetzt wurde Luthers Hochzeit mit Katharina von Bora gefeiert. In einem mit viel Liebe und Herzblut gestalteten Festumzug feierten die Wittenberger mit vielen Gästen das Ereignis aus dem Jahre 1525 nach. Viele Schaulustige begrüßten die Teilnehmer im Zug.
Das ganze wurde von vielen mittelalterlichen Märkten in den Höfen mit unterschiedlichsten Darbietungen komplettiert. Auf dem Marktplatz konnten wir dann mit der Hochzeitsgesellschaft feiern. Später versammelten sich Luther mit Katharina und ihren Gästen auf einem Markt in der Nähe der Schlosskirche dann zum Hochzeitsmahl.
Am Abend wurde im Hotelhof sich noch gemütlich zusammengesetzt.

Am Sonntag hieß es dann Abschied nehmen. Über Eisleben, wo Luther geboren und gestorben war, ging es nach einer guten Stadtführung wieder Richtung Heimat.
In der Brauerei in Mendig fand dann eine interessante Fahrt mit einem gemeinsamen Abendessen einen guten Abschluss.

Die Gruppe war sich einig, dass wir sehr viel gesehen haben. Für den überwiegenden Teil der Teilnehmer war es das erste Mal, diesen Teil Deutschlands gesehen zu haben.
2020 geht es nach Polen. Über Prag wollen wir unteranderem auf den Spuren Johannes Paul II. fahren und am 15. August 2020 in Tschenstochau sein. Die Reise wird derzeitig ausgearbeitet und dann rechtzeitig vorgestellt.
Der Bericht konnte nur einen kurzen Abriss der Fahrt darstellen. Wer es ausführlicher mit ganz vielen Bildern sehen möchte, kann dies im Internet unter http://pilgerfahrt-2018.pfarreien-kirchwald-langenfeld-wanderath.de/ nachschauen.
 

Heinz Klöckner
Vorsitzender des Pfarrgemeinderates

 

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Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 15. August 2018 um 09:52 Uhr