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Umsetzung Strukturplan 2020 – Einige Stichworte

Was ist der Strukturplan 2020?
Der Strukturplan 2020 wurde im Juni 2007 vom damaligen Trierer Bischof Dr. Reinhard Marx in Kraft gesetzt. Mit diesem Plan gibt das Bistum Trier sich eine neue Struktur für die Seelsorge in den Pfarreiengemeinschaften und Pfarreien.

 

Die Zahl der pastoralen Einheiten wird von 389 (im Juni 2007) auf 173 zurückgehen. Bis zum 1. September 2011 soll die Neu-Bildung der Pfarreiengemeinschaften und Pfarreien überall erfolgt sein und dann bis zum Jahr 2020 Bestand haben. Mit der neuen Struktur reagiert das Bistum auf erkennbare Veränderungen: auf die rückläufige Bevölkerungsentwicklung, auf die sinkende Zahl von Gläubigen, auf das weniger werdende pastorale Personal und auf die zurückgehenden finanziellen Ressourcen.

Was ist eine Pfarreiengemeinschaft?
Mehrere Pfarreien schließen sich zu einer Pfarreiengemeinschaft zusammen und verpflichten sich zu einer verbindlichen Kooperation unter der Leitung ihres Pfarrers. Es gibt pro Pfarrei einen Pfarrgemeinderat, der für die pastoralen Fragen zuständig ist, und einen Verwaltungsrat, der sich um die Vermögensverwaltung der Pfarrei kümmert. Alternativ kann es auf Pfarreienebene auch ein Ein-Kammer-System geben, den Kirchengemeinderat (s. unten). Auf der Ebene der Pfarreiengemeinschaft werden die gemeinsamen pastoralen Aufgaben im Pfarreienrat koordiniert.

Was ist ein Kirchengemeindeverband?
Die in einer Pfarreiengemeinschaft zusammenwirkenden eigenständigen Kirchengemeinden sollen in einer Körperschaft des öffentlichen Rechts mit Namen „Kirchengemeindeverband“ zusammengeschlossen werden.

Was ist die „Verbandsvertretung“?
Die Verbandsvertretung ist das Entscheidungsgremium auf Ebene der Kirchengemeindeverbände. In diesem Gremium sollen die Vermögensverwaltung und die pastorale Planung der Kirchengemeindeverbände miteinander verknüpft werden. Die Verbandsvertretung entscheidet über die Verwendung der finanziellen Zuweisungen aus den Schlüsselzuweisungen (s. unten). Die Mittelverwendung soll sich an den vom Pfarreienrat vorgelegten pastoralen Planungen orientieren.

Was bedeuten Schlüsselzuweisungen?
Zentraler Bestandteil der Finanzierung der Kirchengemeindeverbände werden die sogenannten Schlüsselzuweisungen sein. In Abhängigkeit von der Anzahl der Pfarreien und der Zahl der Katholiken legen die Schlüsselzuweisungen fest, wie viel Geld die Kirchengemeindeverbände vom Bistum zur Deckung ihrer Personal- und Sachkosten erhalten. Diese Zuschüsse werden von 2013 bis 2016 in vier gleichen Stufen um insgesamt 4,3 Millionen Euro gesenkt.

Was ist der Kirchengemeinderat?
Auf Ebene der Pfarreien kann es wie bisher ein Zwei-Kammer-System aus Pfarrgemeinderat (zuständig für pastorale Angelegenheiten) und Verwaltungsrat (zuständig für Finanz- und Vermögensfragen) geben. Daneben sollen Pfarreien auf Antrag aber erstmals die Möglichkeit erhalten, ein Ein-Kammer-System einzuführen. Der sogenannte „Kirchengemeinderat“ ist dann sowohl für die pastoralen wie für die Verwaltungs- und Finanzfragen zuständig.
(wurde für die Pfarreiengemeinschaft Langenfeld nicht beantragt)

Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 03. April 2012 um 06:27 Uhr