Frankreich 2002

 

Pfarrei Langenfeld ist zum vierten Mal "on Tour"

 

Weitere Bilder rufen Sie bitte unter diesem Link auf: Bilder der Pilgerfahrt nach Frankreich 2002

 

Am 24. August 2002, es ist zwischen 5.00 und 6.00 Uhr, versammeln sich in den Dörfern Döttingen, Herresbach, Wan-derath, Welschenbach, Acht, Langenfeld und Arft in der Dunkelheit Menschen mit Taschen und Koffern bepackt. Es dauern auch nicht lange, und ein moderner Reisebus sammelt alle auf. Insgesamt 50 Teilnehmer, die ein gemeinsames Ziel  haben: Frankreich. Die katholische Pfarrei St. Quirinus Langenfeld geht zum vierten Mal auf  große Tour. Nachdem man bereits in Rom (1997 und  2000) und in St. Josse-sur-Mer (1999) war, startet man in diesem Jahr zu einer großen Frankreich-Rundfahrt. Daher bricht man auch mitten in der Nacht auf, denn an diesem Tag sollen noch viele Kilometer gefahren werden. Als erstes Ziel hat man Orleans ausgesucht. Es geht an der großen Metropole Paris vorbei, immer weiter nach Westen.

 

 

altZur Mittagszeit hatte der Busfahrer und die Begleiterin Claudia ein Freiluft-Büffet zur Stärkung der Gruppe aufgebaut. Pünktlich zum vereinbarten Termin erreicht man Orleans. Man muss pünktlich sein, denn man hat sich zu einer Stadt-führung verabredet. Die interessierten Teilnehmer erfahren, dass die Stadt viel zu bieten hat. Natürlich begegnet man überall der berühmten Jeanne d'Arc, die allerdings nur ganze 10 Tage in der Stadt lebte. Unübersehbar ist die mächtige Heiligkreuz-Kathedrale, aber auch die Altstadt ist sehenswert. Anschließend sind alle froh, dass man das Hotel beziehen kann.

 

Am nächsten Morgen steht ein umfangreiches Programm auf der Tagesordnung. Es geht an der Loire entlang nach Blois, wo man das Schloss besichtigt. Die Führerin bleibt gleich bei der Gruppe und erklärt fachkundig die Schönheiten entlang der Loire mit ihren vielen Schlössern. Tours ist das neue Ziel, die Stadt an der Loire und Sitz eines Erzbischofs. Er hat  einen berühmten Vorgänger, den heiligen Martin. Sein Grabmal ist in der Krypta. Hier hat die Gruppe nach ei-nem Stadtrundgang einen unvergesslichen Gottesdienst mit Pfarrer Herrn Dechant Josef Schrupp. Lieder und Gebete sind dem großen heiligen Martin gewidmet. Dann heißt es schnell Abschied nehmen von dieser sehr schönen Stadt, denn das nächste Ziel heißt Bordeaux, das am Abend erreicht wird. Das Essen wird an diesem Abend in einem Weingut außerhalb der Stadt eingenommen. Damit verbunden ist eine Weinprobe. Es ist schon sehr spät, als die Gruppe das Hotel erreicht.

 

altDafür geht es am nächsten Morgen etwas ruhiger weiter. Gemütlich wird sehr gut gefrühstückt. Dann wird sich auf den Weg in Richtung Lourdes gemacht, dass man am frühen Nachmittag erreicht. Der Dienstag beginnt mit einer heiligen Messe an der Grotte. Sie wird von einem indischen Bischof mit Herr Dechant Schrupp zelebriert, bei der der Dechant eine bewegende Predigt hält. Da noch andere deutschsprachige Pilger in dieser Messe waren, war die Gruppe besonders stolz auf ihren Pastor. Er führt im Anschluss daran die Gruppe durch den "Heiligen Bezirk". Man ist beeindruckt von der Größe des Komplexes und den vielen Menschen, die hier Trost und Heil suchen. Keiner kann sich der zu spürenden Atmosphäre eines tiefen Glaubens entziehen. Selbstverständlich wer-den das Geburtshaus (Moulin de Boly) der heiligen Bernadette, das Wohnhaus der Familie Soubirous sowie das Cachot, in das die Familie in ihrer Not eingewiesen wurde, zu besichtigen.

 

Am nächsten Tag kann die Gruppe dann eine Messe in der Krypta feiern. Für den Nachmittag ist ein Ausflug in die Py-renäen zu dem Ort Gavarnie geplant. Hier kann man den mit 422 m den größten Wasserfall in Europa bewundern. Aber auch sonst ist die Bergwelt der Pyrenäen sehr schön. Hier trifft man wieder einmal auf den Jakobusweg. Sie finden eine Herberge für die Pilger. Sie ist mit der Jakobus-Muschel von außen gekennzeichnet.

 

Am Abend reiht sich die Gruppe bei der allabendlichen Lichterprozession in die große Schar der Pilger ein.

 

 

altAm Donnerstag heißt es Abschied nehmen von Lourdes. Der Bus nimmt Kurs Richtung Mittelmeer. Zur Mittagszeit wird am Strand in der Nähe von Séte Picknick gemacht. Mancher kann der Versuchung nicht widerstehen, wenigstens mit den Füßen ins Mittelmeer einzutauchen. Im Anschluss geht die Fahrt weiter durch die wunderschöne Camargue. Die Gruppe sieht wild lebende Pferd und Flamingos in freier Natur. Saintes-Maries-de-la-Mer heißt das nächste Ziel. Es ist der größte Wallfahrtsort der Zigeuner. Hier ist das Grabmal der heiligen Sarah, der Schutzpatronin der Roma und Sinti. Dann geht es weiter nach Avignon ins Hotel. Nach dem Abendessen hält es kaum einen im Hotel. Bei wunder-schönem Wetter will jeder noch in die Stadt und sich auf einem der einladenden Plätzen einen leckeren Wein genehmi-gen. Hier hätte man noch so manche Stunde verbringen können, aber am nächsten Tag wartete wieder ein anstrengendes Programm. Mit Führung durch die Papststadt Avignon begann der Freitag. Hierbei wurde nicht nur der Papstpalast be-wundert, sondern auch die berühmte Brücke gesehen. Danach geht es Richtung Norden. Das Ziel hieß Nevers, wo die heilige Bernadette begraben ist. Auf der Fahrt kommt man an Ars vorbei und stattet kurz einen Besuch der Wirkungs-stätte vom hl. Pfarrer von Ars ab.

 

Der Samstag beginnt mit einer Messe im Kloster der Soeurs de la Charité, wo die hl. Bernadette in einem gläsernen Sarg liegt.

 

Hier endet dann eine beeindruckende Rundreise durch Frankreich. Bei vielen wird sie eine bleibende Erinnerung sein. Dies ist die übereinstimmende Meinung der Teilnehmer, die wohlbehalten am späten Abend wieder in ihren Heimator-ten aussteigen. Viele meinen auch, dass sie in zwei Jahren wieder mit der Pfarrei St. Quirinus Langenfeld auf große Fahrt gehen wollen. Das Ziel ist schon ins Auge gefasst.

 

Zuletzt aktualisiert am Sonntag, den 08. Mai 2011 um 12:49 Uhr